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Es ist soweit!

Gestern war der Tag der Tage! Mir haben die Hände gezittert, ich konnte mich schlecht bewegen und hatte Tränen in den Augen. Nein! Ich war nicht krank! Gestern, genau zu unserem Jahrestag, habe ich mich aufgerafft und Steffi gefragt, ob sie den Rest unseres gemeinsamen Lebens mit mir verbringen möchte. Ich habe ihr einen ANTRAG gemacht! Und wisst ihr auch, was sie gesagt hat? Sie sagte ein klares und deutliches „Ja“! Mann, war ich froh. Und bin es immer noch!

Das Ganze lief so ab: Ich machte mich frühzeitig auf die Suche nach dem perfekten Antragsring. Hintergrund war, dass dieser Ring auch gleichzeitig ihr Trauring sein sollte. Sie musste ihn also noch ein Stück länger tragen. ;-) Dementsprechend musste er auch perfekt sein! Ich schaute Kataloge durch, ließ mich von Juwelieren beraten und ging denen auch ziemlich auf die Nerven mit meinen Fragen. Doch ich hatte ja noch keine Ahnung von Schmuck, geschweige denn Ringen. Denn ich selbst trage keinen Schmuck. Als ich dann soweit war, dass ich wusste, was ich will, ging ich mit Steffis Freundin Lilly auf die Suche nach dem Ring. Wir klapperten nochmals alle möglichen Juweliere ab. Lilly hatte ich dabei, weil ich nicht wusste, welche Ringgröße Steffi hat. Da Lilly aber ungefähr die gleichen Finger hatte, passte das ganz gut. Außerdem ist es immer ratsam, eine Frau in der Nähe zu haben, wenn es um Ringe und Schmuck geht. ;-)

Wir waren in ganz vielen Läden drin. Aber kein Ring hat uns so wirklich richtig 100% gefallen. Ich muss schon sagen, dass es ziemlich doof ist, wenn man sich Gedanken gemacht hat und den perfekten Ring schon im Kopf hat, es ihn aber dann nicht gibt. Wirklich nervig. Doch dann kam die Rettung. Lilly stieß durch Zufall auf einen Konfigurator im Internet. Das ist so ein Ding, wo man sich seinen Trauring nach eigenen Wünschen selbst zusammenbasteln kann. Total toll! Ich war gerettet! Dort hab ich mir dann ganz einfach meinen Traum-Trauring zusammengestellt und einen Beratungstermin bei einem Juwelier ausgemacht. Zum Glück war es keiner, bei dem ich nicht vorher schon mal war. ;-)

Der Juwelier erklärte mir dann noch mal lang und breit, was welches Profil ist, welche Materialien es gibt (ich hatte ja bisher nur die Farbe im Kopf) und wie das mit dem Edelsteinbesatz ist. Nachdem alles abgeklärt war, bestellte er für mich gleich den Ring. So hatte ich weniger Stress und ich war mir auch sicher, dass alles richtig verläuft. Man versicherte mir, dass ich meinen Trau- bzw. Antragsring in 2 Wochen abholen könne. Und genauso war es dann auch. Es ging alles sehr schnell! Und der Ring sah auch so aus, wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Nachdem das geklärt war, war es daran, Steffi zu überraschen. Da ich wusste, dass der Ring passend zu unserem Jahrestag ankam, heckte ich für diesen Tag einen Plan aus. Ich schickte Steffi unter einem Vorwand raus („Schatz, ich muss noch ein ganz wichtiges Projekt für die Arbeit fertig machen....“) und sagte ihr, sie könne gegen 18:00 Uhr wieder kommen. In der Zwischenzeit kochte ich ihr ein 1-A-Gängemenü mit Pilz-Creme-Suppe als Vorspeise, Gemüselasagne als Hauptgang, denn sie ist ja Vegetarierin und einem Mousse au Chocolat als Dessert. Und dann hieß es Essen warm halten, sich hübsch machen, Ring verstecken und warten. … Leider verspätete sie sich ein wenig und das ganze zögerte sich hinaus. Ich wurde immer aufgeregter.

Dann endlich kam sie nach Hause. Ich küsste sie zärtlich, verband ihr die Augen und führte sie ins Wohnzimmer. Dort setzte ich sie auf ihren Platz und ließ sie warten. Sie war sehr verwundert. Doch dann roch sie Pilze und konnte es sich schon denken. Ich nahm ihr die Augenbinde ab und wir genossen unser Essen zu zweit. Das hatten wir auch schon lang nicht mehr. Als sie mit dem Dessert fertig war, verschwand ich unter einem Vorwand in der Küche und kam mit Ringschachtel in der Hosentasche zurück. Ich kniete mich vor sie nieder uns sagte: „Steffi, ich möchte dich nicht mehr missen. Willst du mich heiraten?“ Oder so ähnlich.. Meine Stimme zitterte.. Sie schaute mich verdutzt an und begann zu weinen. Schock! Doch dann streckte sie mir ihren Finger entgegen und sagte „Ja!“. Ich konnte ihr endlich den perfekten Antragsring (und später Trauring) anstecken!
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